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CHRISTIANI e.V.

Der Träger

Über uns

Der CHRISTIANI e.V. war vor 40 Jahren einer der ersten Träger, welcher sich das Ziel der Entwicklung und Gewährleistung außerklinischer Rehabilitations-, Betreuungs- und Ausbildungsstrukturen psychisch erkrankter Menschen gesetzt hat. 

Die hierfür entwickelte  CHRISTIANI 
Sozialtherapie erweitert die aus Naturwissenschaft und Sozialwissenschaft entwickelten Ergebnisse und Methoden durch geisteswissenschaftlich-anthroposophische Erkenntnisse zu einer Synthese. Hieraus kann eine optimale Förderung der jugendlichen und erwachsenen Menschen in unseren Einrichtungen erzielt werden.

Therapeutische Grundlage ist das geisteswissenschaftlich-anthroposophische Menschenbild und die „Sozialtherapeutische“ Konzeption von CHRISTIANI. Aus diesem Hintergrund heraus verbinden sich, in einer bedingten Lebens- und Werkgemeinschaft, Betreuer und Betreute zu einem sozialen Organismus. Das Leben in dieser Gemeinschaft soll ermöglichen, dass die Erkrankungen an Bedeutung verliert und soziale Entwicklung gefördert wird.

Unsere 
Einrichtungen sind geprägt:

vom Impuls der Menschenrechte
vom Impuls der mitmenschlichen Wertschätzung
vom Respekt gegenüber der Individualität
von der Achtung der menschlichen Freiheit
von der Entfaltung der Persönlichkeit

Diese Ansätze zeichnen das CHRISTIANI Angebot in den unterschiedlichen Strukturen aus. Noch bevor in der Rehabilitationswissenschaft das Prinzip der Ressourcenorientierung Bedeutung erlangte, zielte die Förderung in CHRISTIANI bereits auf die Fähigkeiten und Möglichkeiten, die seelisch erkrankte Menschen unzweifelhaft besitzen.

Kernbestandteile der therapeutischen und rehabilitativen Arbeit bei CHRISTIANI sind:

Ein aus geisteswissenschaftlicher und anthroposophischer  Sichtweise geprägtes Menschenbild
Ein aus naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen empirisch erprobtes Behandlungsangebot
Eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Gesundheit und Krankheit
Stärkung der gesunden Anteile und kompetente Behandlung der Krankheit
Menschenzentrierter und ressourcenorientierter Zugang
Die Berücksichtigung der individuellen Persönlichkeit und Befähigung

So konnten seit 40 Jahren verschiedene Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, der medizinisch- beruflichen Rehabilitation, der Ausbildungsbegleitung der sozialen und beruflichen Integration und in der Flüchtlingsbetreuung geschaffen werden. Des Weiteren konnten verschiedene CHRISTIANI Vereine in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern, eine CHRISTIANI  A.G., eine Soziale Dienstleistungsgesellschaft sowie Restaurants und ein Laden gegründet werden. Über 300 Mitarbeiter helfen bei den Aufgaben einer möglichst individuellen und optimalen Integration seelisch erkrankter Menschen in das gesellschaftliche und berufliche Leben.

Unser Leitbild

Man versteht es in dem Augenblick, wo man mit dem Auge jeder Kurve, jeder Windung folgt, wo man mit dem Seelenauge wiederum dem physischen Auge folgt, wo man sich nicht kümmert um all die Namen, sondern wo man Formen verfolgt, wie Eine aus der Anderen herauswächst, wie alles webt und lebt, wo man alle falsche Mystik hinter sich lässt und einmal wirklich seinen Menschen anstrengt, das er mitgeht mit diesen Formen.
( Rudolf Steiner )

Unser integratives Leitbild

Freiheit im Geistesleben (jeder Mensch ist selbstbestimmend in seiner persönlichen Lebensgestaltung​)

Gleichheit im Politischen und im Rechtsleben
(gegenseitige Achtung und Anerkennung im menschlichen Miteinander)

Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben
(solidarisches Zusammenarbeiten für eine gemeinsame, erfolgreiche Aufgabenerfüllung (Integration und Inklusion) kooperatives Zusammenwirken der verschiedenen Bereiche, um gesellschaftliche Verhältnisse zu gestalten (Nachhaltigkeit und ressourcenschonend)

Wir handeln nach den Grundlagen:

  • orientiert an der Geisteswissenschaft-Anthroposophie- Naturwissenschaft 

  • der Dreigliederung in Geistes-, Rechts- und Wirtschaftsleben als Grundlage unseres strukturellen Handelns

  • der Sozialtherapie als Grundlage unseres integrativen therapeutischen HandelnsPunkt

der Dreigliederung in Geistes-, Rechts- und Wirtschaftsleben als Grundlage unseres strukturellen Handelns
der Sozialtherapie als Grundlage unseres integrativen therapeutischen Handelns
der Menschenrechte

die jedem Menschen gleichermaßen zustehen, die universell, unteilbar und unveräußerlich sind
des CHRISTIANI

Leitfadens und der Konzeptionen
der formalen Rahmenbedingungen

der Sozialgesetzgebung (SGB)
der Vertragsvereinbarungen mit den zuständigen Leistungsträgern

Sozialtherapeutische Grundprinzipien

Die CHRISTIANI Sozialtherapie bildet die Grundlage der therapeutischen Arbeit innerhalb der CHRISTIANI Einrichtungen und richtet die Haltung der therapeutisch Arbeitenden aus. Sie versucht eine ganzheitliche Lebensgestaltung in der Wohnen, Arbeit, Freizeit und kulturelles Leben sowie eine medizinisch- therapeutische Betreuung verbunden werden, zu ermöglichen.

„Der Mensch will und kann sich entwickeln“

Ausgehend von dieser Tatsache gilt es im therapeutischen Handeln die eigentlichen, individuellen Bedürfnisse des zu betreuenden Menschen, mit seinen körperlichen, seelischen oder sozialen Schwierigkeiten wahrzunehmen und so heilsam auf den besonderen Hilfebedarf eingehen zu können.

„Um den Menschen wahrnehmen zu können, muss man ihm begegnen“

Die persönliche Begegnung und der individuelle Austausch zwischen den Betreuten und therapeutisch Handelnden bei CHRISTIANI stehen im Zentrum der Sozialtherapie und sind Grundlage eines Erkennens der therapeutischen Zielsetzungen.

„Um den Menschen verstehen zu können, braucht es ein grundliegendes Verständnis vom Menschen, ein Menschenbild“

Auf der Grundlage des anthroposophischen Menschenbildes und der Sinneslehre Rudolf Steiners, öffnet die CHRISTIANI Sozialtherapie den Blick für die eigentlichen Bedürfnisse des zu betreuenden Menschen. Sie versteht den Menschen als Ganzheit, welche sich erst aus Leiblichem, Seelischem und Geistigem ganz erschließen lässt.

Psychische und psychosomatische Erkrankungen sollten immer im Zusammenhang mit der Biographie, der Lebenssituation und den Mitmenschen des Rehabilitanden gesehen werden. Krisen und Krankheiten können so nicht nur als Hindernisse, sondern auch als richtungsweisende Ereignisse im Lebenslauf und als Chance zur persönlichen Entwicklung verstanden und behandelt werden.

Gesundheit ist kein statischer, bleibender Prozess, sondern immer ein bewirkter, labiler Zustand. Um Gesundheit zu erreichen, bedarf es einer aktiven Auseinandersetzung und Arbeit an und mit der eigenen Lebenssituation sowie dem eigenverantwortlichen Umgang mit den persönlichen Ressourcen. Indem das Gleichgewicht und die Harmonie in jedem Vorgang und jeder Funktion im menschlichen Organismus, im Physischen, Seelischen und Geistigen angestrebt wird, kann ein Prozess der Gesundung angeregt werden.

„Um Handeln zu können, braucht es eine Vorstellung wie“

Die Sozialtherapie ist (neben den herkömmlichen Behandlungsanforderungen) darauf ausgerichtet, Gesundheit zu ermöglichen, biografische „Neu“- Ausrichtung zu gestalten und soziales Miteinander zu fördern. Nicht Rückführung in den alten, vor der Krankheit herrschenden Zustand, sondern das Ergreifen der Krankheits- und Gesundungssituation zu einer Neugestaltung des persönlichen, sozialen und beruflichen Lebens, soll therapeutische Aufgabe im Sinne des CHRISTIANI- Ansatzes sein. Die gegenwärtigen Zivilisationsverhältnisse führen zunehmend zu Vereinsamung und Verunsicherung des Einzelnen. Darum liegt ein weiterer Schwerpunkt der CHRISTIANI Sozialtherapie im Schaffen sozialer Räume, in welchen sich ein Interesse für das Gegenüber entfalten kann. Neben der notwendigen sozialpsychiatrischen Pflege und Betreuung des Betroffenen soll so in besonderer Weise die Gemeinschaftsbildung und das kulturelle Leben zur Entwicklung der Persönlichkeit gefördert werden..

  • Respekt und Verständnis gegenüber dem Einzelnen in seiner besonderen Lebenslage
  • Achtung und Wertschätzung gegenüber dem Mitmenschen und ein wohlwollender Umgang mit dessen Schwächen
  • Eine authentische- nicht „therapeutisierende“ Grundhaltung in der Begegnung
  • Die Berücksichtigung der individuellen Persönlichkeit und Befähigung, indem das „Ich“ des Menschen angesprochen und bestärkt wird
  • Ein menschenzentrierter und ressourcenorientierter Zugang
    „Der Mensch steht im Mittelpunkt“
  • Den Betreuten nicht klassifizieren, nicht nur behandeln, nicht nur versorgen wollen, sondern den Menschen mit psychischer Erkrankung als Persönlichkeit erkennen und ihm als Persönlichkeit begegnen
  • Die Stärkung der gesunden Anteile und kompetente Bearbeitung der Krankheit
  • Das biographische Verständnis der Entwicklung in den Lebensjahrsiebten
  • Ziel ist die Entfaltung der Persönlichkeit und die Entwicklung des Menschen
  • Sie bietet den zu betreuenden Menschen Hilfe zur Entwicklung und zur Teilhabe an einem sozialen Leben
  • Die „Instrumente“ sind verlässliche, vertrauensvolle, stabile und kontinuierliche Beziehungen auf einer Ebene und dem gemeinsamen Erleben des sozialen Geschehens
  • Eine ganzheitliche und ökologische Wirtschaftsweise

Die CHRISTIANI Sozialtherapie ist Form gebend, beinhaltet feste Strukturen, wirkt durch wiederholende Abläufe rhythmisierend und bietet zielgerichtete Inhalte. Es entstehen Orientierung, Halt, Vertrauen und Entwicklung.

So wie das Stufenkonzept und die Therapiekette die Strukturen und den Aufbau der CHRISTIANI Einrichtungen prägen, so bildet die Sozialtherapie die Grundlagen des therapeutischen Geschehens und formt den Ablauf innerhalb dieser Strukturen.
Nur aus diesen dargestellten sozialtherapeutischen Grundprinzipien heraus sind die Konzeptionen der CHRISTIANI Einrichtungen und die jeweiligen institutionellen Gesamtstrukturen zu verstehen.